Das reiseskeptische Globetrotter-Magazin

Organisches in Durban

23.02.2014 10:21

 

Realschullehrer Luigi R. (32) aus Markt Regenstauf hatte keine genaue Vorstellung von der Stadt Durban, als er auf dem Weg vom Krüger Nationalpark über irgendwelche Schluchten, Swasiland und Drakensburg nach Kapstadt in Durban Station machte. Bereits bei der Ankunft wunderte er sich über die Aufgeschlossenheit und die Bestäuber der rund ums Strandhotel flanierenden Damen. Als Luigi abends über die ansonst seltsam leeren Straße auf der Suche nach einem netten Lokal lief, fühlte er sich sogar von Menschen beobachtet, die er selbst gar nicht sah. Am Morgen danach kursierte im Hotel die Geschichte von einem Touristen, der am Vorabend beim Zusammentreffen mit Einheimischen nicht nur seines Geldes, sondern auch all seiner Kleider verlustig gegangen war. Vor der Weiterreise wagte sich Luigi nur mehr vom Hotel zum Strand, wo er den ganzen Tag lang döste, und zurück.

Zurück in Markt Regenstauf las Luigi in der Zeitung, dass man in Durban einen von dort aus weltweit operierenden Organhändlerring hochgenommen hatte. Die Opfer habe das Syndikat am Beach gründlich betäubt und nach Organentnahme einfach wieder in den Sand gesetzt. Luigi fasste sich an Herz und Nieren, spürte aber nichts Außergewöhnliches. Dennoch achtete er in der Folge immer sorgsamer auf Herz und Atmung. Und in der Tat: je mehr und öfter er das tat, desto seltsamer gerierten sich sein Pump- und Atmungsorgan. Nach sündhaft teuren Herz-Lungen-Checks bei einer Handvoll Spezialisten bekam er schließlich doch noch eine Diagnose: Panik.

 

Organhandel bizarr: Konservierung toter Nilpferde vor Herz- und Nierenentnahme

 

 

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Sockentragen in heißen Gefilden ergibt eine Fußnote.