Das reiseskeptische Globetrotter-Magazin

Die attraktivsten Fallen auf Airbnb

23.09.2017 15:45

Wer individuell nächtigen möchte, tauscht bei Airbnb nicht nur die Verwechselbarkeit eines Hotelzimmers gegen persönliches Ambiente ein, sondern auch die immer gleichen Fallen des Massentourismus gegen die Vorzüge des personalisierten Nepps. Merke: Je attraktiver eine Falle, umso mehr zieht sie Menschen an. Wir stellen Ihnen die besten vor.

  1. Fake-Profile bieten eine nichtexistente Bleibe an. Gegenmaßnahme: ruhig bleiben und erstmal eine Nacht drüber schlafen.
  2. Überraschungsset Gastwohnung: die Betten fehlen, die Küche ist ein Kleintierzoo oder der Zugang zur Toilette versperrt, weil der Besitzer ein Messi ist. Hier gilt: Helfen macht Freude, real life pur!
  3. Logieren im Cannabis-Shop: erstklassiger Schlaf, permanentes Lächeln im Gesicht, aber Grünfilter auf der Netzhaut und wenig sonstige Urlaubseindrücke.
  4. Souvenirs: Attraktiver als die Mitnahme der immer gleichen Hotelgegenstände (Handtücher, Bademäntel, Goldarmaturen) ist es natürlich, altes Geschmeide aus Familienbesitz mitgehen zu lassen. Aber Achtung: viele Airbnb-Anbieter stellen nur minderwertige Takeaways zur Verfügung.
  5. Bettbruch: ein fremdes Bett gemeinsam so beschlafen, dass es zusammen bricht. Die Gewissheit, damit die Betteigentümer ausgestochen zu haben, verschafft Ihnen, auf dem Fußboden liegend, ein tiefes Gefühl der Befriedigung.
  6. Prickelnd: dort Airbnb nutzen, wo es schon verboten ist. Gelingt es Ihnen, sich vor den Nachbarn zu verstecken?
  7. Aktive Mitwirkung an der Gentrifizierung: Wenn Sie für eine Nacht in einer Metropole hundert Euro hinlegen, machen Sie das letzte Loch zur unerschwinglichen Goldgrube und können sich auf spannende Begegnungen mit Wohnungssuchenden und Obdachlosen freuen.


Gegentrend zum Luxus: back to the roots of Airbnb

 

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Sockentragen in heißen Gefilden ergibt eine Fußnote.